Wenn die Welt des Luxus mit dem Traum assoziiert wird, dann ist die von Louis Vuitton untrennbar mit dem Reisen verbunden. Im Laufe seiner Kollektionen erinnert uns das renommierte Haus Louis Vuitton immer wieder daran, dass das Reisen in seiner DNA verankert ist. Heute in verschiedenen Bereichen des Luxus – Prêt-à-porter, Uhrmacherei, Schmuck – anerkannt, ist es vor allem eine Marke für außergewöhnliche Lederwaren, die aus einer einzigen Tätigkeit entstanden ist: der Herstellung von Koffern.
Hier ist die Geschichte des außergewöhnlichen Werdegangs der Marke und die Vorstellung einiger ihrer emblematischen Taschen, die seit fast einem Jahrhundert getragen werden.
Louis Vuitton und sein Sohn: Der Erfolg eines Familienunternehmens
Im Jahr 1858 kreierte er den ersten „Dampfkoffer“: ein Koffermodell, das für Bahnreisen geeignet war. Bisher hatten Reisekoffer gewölbte Deckel, damit Regen abfließen konnte. Dies bereitete jedoch Probleme bei der ordnungsgemäßen Verstauung auf engem Raum. Louis Vuitton führte eine kleine Revolution ein: einen Koffer mit flachen Seiten aus wasserdichtem Stoff, der leicht stapelbar war. Seine ersten Koffer waren mit einem grauen Stoff namens Trianon verziert. Im Laufe seiner Erfolge experimentierte Vuitton mit neuen Mustern zur Verzierung seiner Koffer: Streifen im Jahr 1876 und 1888 entstand das berühmte Damier-Muster. Diese handgemalten Muster sollten die Vuitton-Koffer von Fälschungen unterscheiden – sie besaßen bereits genug Prestige, um nachgeahmt zu werden!
Im Jahr 1876 war Georges Vuitton, Louis' einziger Sohn, bereits seit einigen Jahren im Familienunternehmen tätig. Er erfand und patentierte ein ausgeklügeltes Verschlusssystem für die Koffer, das ihr Aufbrechen unmöglich machte. Dieses System wird noch heute verwendet! Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1892 erbte er ein florierendes Unternehmen. Im Jahr 1896 schenkte Georges der Marke ihren ikonischen Stil: das berühmte „Monogramm“. Dieses Muster wurde zum Synonym für Luxus und Elitarismus und ermöglichte es der Marke, sich von ihren Konkurrenten abzuheben. Georges Vuitton exportierte die Marke in die Vereinigten Staaten, und sie entwickelte sich schnell zu einem international agierenden Unternehmen.
Eine entschieden moderne Entwicklung
Louis Vuitton wuchs im turbulenten 20. Jahrhundert weiter. Im Jahr 1987 fand eines der bedeutendsten Ereignisse für das Unternehmen statt: Es fusionierte mit Moët Hennessy zur Gründung der LVMH-Gruppe – heute eines der größten Luxus-Multinationalen. Zehn Jahre später, 1997, führte ein zweites transformierendes Ereignis zu einer Weiterentwicklung der Marke: die Schaffung einer Prêt-à-porter-Kollektion, zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Die Leitung dieses neuen Bereichs wurde dem talentierten und unkonventionellen Marc Jacobs anvertraut. Es war ein voller Erfolg: Louis Vuitton ist nun in der angesehenen Welt der Prêt-à-porter anerkannt. Im Jahr 2013 folgte ihm der brillante Nicolas Ghesquière nach. Auch er brachte eine ausgeprägte künstlerische Vision mit. Beide Männer belebten die Marke, ohne ihrer Eleganz zu schaden.
Sie haben erfolgreiche Kollaborationen mit Künstlern wie Murakami, Yayoi Kusama, Jeff Koons ins Leben gerufen. Jede dieser Kollaborationen bot neue Interpretationen der emblematischen Taschen der Marke. All dies verleiht der Marke Louis Vuitton eine ganz besondere Haltung: Die Lederwaren- und Prêt-à-porter-Stile sind sehr BCBG und weisen Exzentrizitäten auf.
Die Marke ist weiter gewachsen und hat neue Luxusbereiche integriert, bleibt aber ihren Wurzeln treu: Sie bietet eine breite Palette an Reisegepäck an, und die Namen ihrer berühmten Taschen sind unmissverständlich: Keepall, Carryall, Neverfull, All-In… Diese Taschen sind für Abenteuer gemacht.
Ein Überblick über die ikonischsten Handtaschen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts von Frauen getragen werden!
Die Alma
Anfang des 20. Jahrhunderts zog der wachsende Ruhm der Gepäckmarke die Aufmerksamkeit der Pariser Modeikone Gabrielle Chanel auf sich. Im Jahr 1925 entstand speziell für sie eine Tasche. 1934, fast zehn Jahre später, erlaubte sie die Produktion dieser Tasche für die breite Öffentlichkeit. 1955 erhielt sie den Namen Alma und wurde leicht neu gestaltet, wobei sie ihre Kuppelform, ihre schicken kleinen Henkel und ihren praktischen flachen Boden beibehielt, die Coco Chanel so sehr gefielen.
Die Keepall
Als Erbe des luxuriösen Reisegepäcks des Hauses ist die Keepall eine der ersten Reisetaschen des Hauses. Sie entstand 1930, in einer Zeit, in der sich Lebensweisen und Reisemöglichkeiten änderten. Es wurde immer üblicher, für ein Wochenende zu verreisen, und die Nutzung des Automobils hatte sich weit verbreitet. Koffer waren für diese neuen Reisearten nicht mehr geeignet, und die flexible Keepall stellte eine kleine Revolution dar.
Die Speedy
Die berühmte Tasche der Marke wurde 1930 unter dem Namen Express geboren, bevor sie 1980 umbenannt wurde. Von Generationen übernommen und insbesondere von Audrey Hepburn getragen, hat sich die Speedy als die schicke und praktische Tasche schlechthin etabliert. Man findet sie vor allem an den Armen von jungen Mädchen, die sowohl das ikonische Monogramm als auch die farbigen Prints annehmen. Seit 2006 betont eine Version der Speedy mit Schultergurt ihre Praktikabilität.
Die Nachfrage nach den Taschen der Marke ist außergewöhnlich, so dass sie in einer Vielzahl von Materialien, Mustern und Größen erhältlich sind.
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